Quelle:  http://fonds-missbrauch.de/?25

Aktuelle Meldung zur Einführung eines neuen Bearbeitungsprozesses

Das BMFSFJ übernimmt weiterhin seine Verantwortung gegenüber den Betroffenen sexuellen Missbrauchs und wird den Fonds Sexueller Missbrauch (FSM) dauerhaft verstetigen. Betroffene sexueller Gewalt sollen weiterhin nicht nur niedrigschwellige und bedarfsgerechte sondern auch zukünftig zeitnahe Hilfen erhalten. Seit Bestehen des Fonds Sexueller Missbrauch im familiären Bereich sind die Bearbeitungszeiten für Anträge leider stetig gestiegen. Wir haben nach wie vor sehr viele Anträge, die eingegangen sind, als alle dachten, der FSM würde aufgelöst. Damit ist das System an seine Grenzen gestoßen. Um Betroffenen künftig schneller die benötigten Hilfeleistungen gewähren zu können, wurde das System der Antragsbearbeitung auf den Prüfstand gestellt. Sowohl für die Vielzahl bereits vorliegender

Anträge als auch für die tagtäglich neu eingehenden Anträge soll eine schnellere Bearbeitung gewährleistet werden. Dafür musste das Verfahren umgestellt werden. Hierfür gibt es zwei Schritte:

  • Es werden mehr Anträge in der Geschäftsstelle des Fonds Sexueller Missbrauch (GStFSM) eigenständig entschieden.
  • Anträge, die ab dem 01.08.2018 neu eingehen, werden von der GStFSM zeitnah geprüft,

    • ob mittels der Angaben im Antrag direkt eine Entscheidung zu beantragten Leistungen getroffen werden kann,
    • ob die Clearingstelle einzubinden ist und / oder
    • ob ergänzende Angaben / Unterlagen zur Entscheidungsfindung notwendig sind

    Eine entsprechende Mitteilung erhalten Antragsstellende zügig nach Abschluss dieser Prüfung. Damit werden Wartezeiten vermieden.

Parallel hierzu werden alle bisher eingegangenen Anträge bearbeitet und entschieden. Im Interesse aller Antragsstellenden soll die Verfahrensumstellung dazu führen, dass in Zukunft Anträge mittels der vorgezogenen Beurteilung und Einschätzung deutlich schneller entschieden werden können und Hilfeleistungen so schneller gewährt werden können.

Für alle Anträge gilt: jeder Fall wird einzeln betrachtet, damit die passgenaue Hilfe erfolgen kann.

© Fonds Sexueller Missbrauch